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jam: die Bodenarbeit besteht aus tausenden kleiner Objekte und einigen roten Inseln. Die Tonobjekte entwachsen dem negativen Abdruck aus der Hand der Künstlerin.* Jedes Stück ist ein Unikat. Gleichzeitig beinhalten jedoch alle identische biometrische Informationen, da sie durch den gleichen Mechanismus geformt wurden. Somit verlieren die einzelnen Objekte aufgrund des immer gleichen Verfahrens wiederum den Kontext von Individualität. Aus dem Arrangangement im Raum formieren sich Gruppen und Muster, die sich infolge der Materialcharakteristik von schlüpfrigem Silikon und brüchigem Ton weiter strukturieren: sie konstituieren Felder im Feld. Die Arbeit stellt entsprechend Fragen nach Identität und Individualität, Singularität und Masse sowie nach Standardisierung und Reproduktion.

* Nimm ein Stück weichen Ton, plaziere ihn zwischen Deinen Händen, halte die Daumen parallel zueinander und drücke Deine Finger kraftvoll ins Material um zwei Fäuste zu bilden, lass das Material entweichen, wo immer es sich seine Weg sucht.